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Sonntag, 14. Mai 2017

Jtopia

Kodama





Als kodama (jap. 木霊, 木魂, oder 木魅) bezeichnet man Geister der japanischen Folklore, die in bestimmten Bäumen leben sollen. 





Herkunft:

Erstmals werden diese Wesen im ältesten Buch Japans erwähnt, dem Kojiki. Der Begriff "kodama" taucht später auf, in einer Art frühem Wörterbuch, dem "Wamuryorui Jyusho", wo sie als Baumgeister beschrieben werden. Andere Werke jener Zeit beschreiben sie als eine Art "Baum-Goblin". In der Edo-Zeit verlieren die Wesen ihren Status als Götterwesen endgültig und werden in den Schriften mehr und mehr vermenschlicht.




Erscheinungsbild:
 
Das äußere Erscheinungsbild ist sehr ähnlich wie dem eines gewöhnlicher Baum, aber wenn man versucht, ihn abzuschneiden, wird man verflucht u.a. gibt auch eine Theorie, die besagt, dass wenn alte Bäume schneidet und es sich als kodama entpuppt, der Baum anfängt zu bluten.


Funfact: 
Im Film Prinzessin Mononoke werden sie als kleine, weiße Wesen dargestellt.

Sonntag, 20. März 2016

Jtopia

Shinigami



Shinigami (jap. 死神, wörtlich: „Todesgott“, sinngemäß auch „Todesgeist“, „Todesengel“) ist in der japanischen Kultur die Bezeichnung für den personifizierten Tod (dem Sensenmann in der westlichen Kultur entsprechend) und für Götter, welche die Seelen verstorbener Menschen, die noch an die lebende Welt gebunden sind, in die Welt der Toten führen.


Es ist zu beachten, dass der japanische Begriff des Kami ("…gami") () sich vom westlichen Gottesbegriff unterscheidet. Daher sind die Begriffe Totengeist oder Todesgeist der Bezeichnung „Todesgott“ vorzuziehen. Die Shinigami sind in der japanischen Kultur nicht als allmächtig angesehen, wie die Götter der westlichen Gottestraditionen und Mythen. Sie sind selbst Seelen, und führen bei lebendigen Menschen nicht den Tod herbei.



 Anime/ Manga, in denen Shinigami vorkommen, sind z.B. Bleach, Death Note,  Soul Eater, Black Butler und Zombie Loan.


Freitag, 4. März 2016

Jtopia

Rußmännchen




Rußmännchen (jap. ススワタリ Susuwatari) “Wandernder Ruß” oder Makkuro kurosuke ( 真っ黒黒助 ) = “Pechschwarzer Helfer”sind kleine, schwarze Kügelchen mit großen Augen. Zudem besitzen sie noch dünne Strichmännchenärmchen und -beinchen. Sie können Arbeit verrichten und leben in dunklen Räumen. Verlassene Häuser sind bevorzugte Wohnorte. Wenn man sie fängt, zerfallen sie zur schwarzen Staub. 

Sie sind ein von Miyazaki, dem Mitbegründer von Studio Ghibli, erfunderner Yokai.

Mittwoch, 2. März 2016

Jtopia

Kuchisake-onna

Kuchisake-onna oder Kuchisake Onna (japanisch 口裂け女; zu deutsch wörtl. „Frau mit zerrissenem Mund“, im Volksmund „Breitmaul-Frau“ genannt) ist ein fiktives Wesen der japanischen Mythologie und wird der Gruppe der Yōkai zugeordnet.

Die Kuchisake-onna wird als wunderschöne Frau mit langem, schwarzen Haar beschrieben, die ihr schrecklich entstelltes Gesicht hinter einer Mundschutz-Maske, die in Japan üblich für Erkältete sind, verbirgt: Ihr Mund ist von einem Ohr zum anderen durch Messerschnitte grotesk verbreitert.
Die Kuchisake-onna streift als weinende Frau umher, die jeden, den sie trifft (bevorzugt lauert sie Kindern auf), stets dieselbe Frage stellt: „Findest Du mich schön?“ (わたし、きれい?; Watashi kirei?) Antwortet der Befragte mit „Ja“ (はい; Hai), zeigt sie ihr wahres, fürchterlich entstelltes Gesicht und fragt: „Auch jetzt noch?“ (これでも?; Kore demo?). Behält der Befragte die Nerven und antwortet erneut mit „Ja“, entstellt sie das Gesicht ihres Opfers mit einer Schere, damit es dem ihren gleicht. Antwortet der Befragte jedoch mit „Nein“ (なし; Nashi) oder versucht zu fliehen, wird er von ihr getötet. In anderen Varianten wird das Opfer, falls es eine Frau ist, selbst in Kuchisake-onna verwandelt. Wenn es ein Kind ist, schneidet es die Kuchisake-onna in zwei Hälften oder verschleppt es in ihr Versteck, um es dort zu Tode zu quälen.

Ursprung

Eine japanische Legende besagt, dass einst in der Heian-Zeit (794-1185) ein Samurai lebte, welcher eine wunderschöne Frau hatte.Sie war jedoch auch sehr eitel und er wusste nicht, ob sie ihm treu war. Er war ein sehr jähzorniger Mann und eines Nachts verlor er die Beherrschung. Mit seinem Schwert schlitzte er ihr den Mund von Ohr zu Ohr auf, damit niemand mehr sie schön finden möge.
Der Legende nach war sie von da an verflucht und in nebligen Nächten streift sie durch die Straßen, früher hatte sie ein Seidentuch vor ihrem Mund, heutzutage trägt sie oft eine in Japan nicht unübliche OP-Maske. Trifft sie auf eine Person bei ihren nächtlichen Spaziergängen, so bleibt sie stehen und fragt "Bin ich schön?"
Wenn die Person diese Frage bejaht, so reißt sie ihre Maske herab und fragt nun mit weit geöffneten, verstümmeltem Mund "Jetzt auch noch?" Falls man vor ihr flieht oder in Panik verfällt, so wird sie ihr Opfer unbarmherzig jagen, oft mit Messern oder einer Sense bewaffnet.
Männer tötet sie auf grauenvolle Art und Weise, Frauen dagegen macht sie zu einer neuen Kuchisake-onna, verflucht von nun an selbst Nacht für Nacht durch die Strassen zu wandern.

Dienstag, 1. März 2016

Jtopia

Toire no Hanako-san

 

Toire no Hanako-san (jap. トイレの花子さん, dt. „Hanako von der Toilette“) ist ein japanischer Geist  in einer Großstadtlegende.

Allgemein:

In Japan ist es nicht unüblich das eine Kabine in den Toiletten der Schule immer von diesem Geist heimgesucht wird. Meistens ist sie in der 3. Kabine der Toiletten im 3. Stock zu finden.
Meist sucht sie die Mädchentoiletten heim, doch dies ist von Schule zu Schule unterschiedlich. Über ihr Aussehen sind sich viele auch uneinig, die meisten Leute beschreiben sie als junges Mädchen mit kurzen schwarzen Haaren (Pagenschnitt) und einem roten Kleidchen.
Auch über ihr Verhalten gibt es je nach Region unterschiedliches zu berichten, in vielen Versionen erzählt man sich das Hanako-san ruhig ihr Dasein in ihrer Toilette fristet bis ein abenteuerlustiger Schüler es wagt sie zu provozieren.


 Präfektur Tochigi:
Die wohl die bekannteste Version, spielt in einer Schule auf der Mädchentoilette im dritten Stock hinter der dritten Tür. Herbeigerufen wird sie, indem man dreimal an ihre Tür klopft und „Hanako-san asobimasho“ (「花子さん遊びましょ」, dt. „Hanako, lass uns spielen gehen“) ruft, woraufhin Hanako mit einem langgezogenen „Hai“ (「はーい」, dt. „Jaa“) antwortend erscheint.

 Utsunomiya:
Man muss im dritten Stock eine Toilettentür öffnen, dreimal „Hanako-san“ rufen, das Klopapier abreissen und hinunterspülen, woraufhin eine Hand aus dem Klo erscheint.

 Präfektur Kanagawa:
Dort findet sich in den Grundschulen zusätzlich eine männliche Variante namens Yōsuke (andernorts auch als Tarō oder Shirō bekannt) auf der Jungentoilette. Nachdem man von Hanako oder Yōsuke angesprochen wurde, muss man innerhalb von drei Sekunden fliehen oder wird getötet. Wenn man dreimal um Yōsukes Toilette geht und „Hanako-san“ sagt, erscheint aus dieser Toilette eine blutige Hand.

 Präfektur Yamagata:
In dieser besitzt Hanako eine Echsenform und drei 3 m lange Köpfe. Wenn ein Mädchen sich auf der Toilette laut erleichtert, schnellt Hanako hervor und frisst sie auf.

Kurosawajiri:
Dort gibt es  eine Schule in der man sich erzählt das eine große weiße Hand aus der Wand der 3. Kabine kommt wenn man "sanbanme no Hanako-san" (Nummer 3 ist Hanako-san) sagt.

Rettung:
In den meisten Fällen ist Hanako-san harmlos und man kann einer Begegnung mit ihr entgehen indem man sich einfach von ihrem Versteck fern hält.  Sollte man trotzdem einmal in die Lage kommen, von Hanako.san bedroht zu werden, reicht es, ihr einen Test mit einer perfekten Punktzahl zu zeigen. Wenn man einigen Legenden glauben schenken darf, löst sie sich beim Anblick von guten Noten in Luft auf.
 

FunFact:
Gelegentlich wird sie auch als Vorlage für „Die Maulende Myrte“ in Joanne K. Rowlings Romanreihe Harry Potter vermutet

Montag, 8. Februar 2016

Jtopia

Teru teru bōzu ( (jap. 照る照る坊主, auch: てるてる坊主)

Teru teru bōzu (Scheine, scheine Mönch)  sind aus weißem Papier oder Stoff gemachte Puppen. Sie werden u.a. an der Dachtraufe aufgehängt. In Japan sagt man den kleinen Puppen die magische Fähigkeit nach, schönes Wetter für den kommenden Tag bewirken zu können. Ist das Gebet für schönes Wetter erhört worden, „belohnt“ man die Puppe, indem man sie mit Sake begießt.
Wird die Puppe mit dem Kopf nach unten aufgehängt, so bewirkt dies am kommenden Tag Regen. In diesem Fall spricht man von: Fure fure bōzu (ふれふれ坊主), Ame ame bōzu (あめあめ坊主) oder ähnlichen regionalen Varianten.


Das Lied der Teru-teru-bozu

Japanisch:
て る て る ぼ う ず, て る ぼ う ず 明日 天 気 に し て を く れ い つ か の 夢 の 空 の よ に 晴 れ た ら 金 の 鈴 あ げ よ て る て る ぼ う ず, て る ぼ う ず 明日 天 気 に し て を く れ 私 の 願 い を 聞 い た な ら 甘 い お 酒 を た ん と 飲ま し ょ て る て る ぼ う ず, て る ぼ う ず 明日 天 気 に し て を く れ そ れ で も 曇 っ て 泣 い て た ら そ な た の 首 を ち ょ ん と 切 る ぞ
Romanisierung: Teru-teru-Bozu, teru Bozu
Ashita tenki ni shite o-kure
Itsuka kein Yume no Sora no yo ni
Haretara kin keine suzu ageyo
Teru-teru-Bozu, teru Bozu
Ashita tenki ni shite o-kure
Watashi no negai wo kiita Nara
Amai o-sake wo tanto nomasho
Teru-teru-Bozu, teru Bozu
Ashita tenki ni shite o-kure
Sore de mo kumotte naitetara
Sonate Nr kubi wo chon zu kiru zo
Übersetzung:
Teru-teru-bozu, teru bozu
Machen morgen einen sonnigen Tag arbeiten
Wie der Himmel in einem Traum irgendwann
Wenn es sonnig ist Ihnen Ich gebe eine goldene Glocke Teru-teru-bozu, teru bozu
Machen morgen einen sonnigen Tag arbeiten
Wenn Sie mein Wunsch wahr werden
Wir trinken viel süßer Sake Teru-teru-bozu, teru bozu
Machen morgen einen sonnigen Tag arbeiten
aber wenn es bewölkt ist und ich finde, Sie weinen (dh es regnet)
Dann werde ich den Kopf abzuschneiden