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Freitag, 4. März 2016

Okultmania

Die 7 Todsünden


Definition

Damit eine Sünde als schwer zu beurteilen ist, muss sie drei Voraussetzungen erfüllen:
  • Sie muss eine schwerwiegende Materie, insbesondere einen Verstoß gegen die zehn Gebote zum Gegenstand haben; traditionell werden Ehebruch, Mord oder Apostasie (= Glaubensabfall) genannt.
  • Der Sünder muss die Todsünde „mit vollem Bewusstsein“ begehen, die Schwere der Sünde also bereits vorher erkennen.
  • Die Sünde muss „mit bedachter Zustimmung“ (also aus freiem Willen) begangen werden.


Hochmut (Stolz, Übermut)

Als hochmütig bezeichnet man jene Menschen, die sich für was Besseres halten und dies dauernd erwähnen oder zeigen müssen. Meist findet man solche Personen in Chef-Positionen. Wenn Ihr Chef so einer ist: Trösten Sie sich damit, dass er in die Hölle kommt.

Geiz (Habgier)

Ist übertriebene Sparsamkeit, aber zu Zeiten von Hartz 4 wurde er plötzlich "geil", wie uns eine große Handelskette für Elektroartikel durch Werbung beibrachte. Wen interessiert da noch die Hölle? Hauptsache man hat Geld.

Neid (bzw. Eifersucht)

Neidisch oder eifersüchtig ist man, wenn man das, was ein anderer hat, auch gerne hätte. Dies kann dazu führen, dass man grün wird, also Vorsicht. In die Hölle kommt man dafür auch. (Das ist aber nicht wirklich eine Überraschung, oder?)

Zorn (Wut, Rachsucht)

Sie kennen das sicher auch. Ihr angeberischer Nachbar mit dem Ferrari macht sich über sie lustig, Ihr Kollege halst Ihnen die ganze Arbeit auf und geht feiern, Ihr Ehepartner betrügt Sie. Sie könnten so richtig ausrasten, befürchten jedoch in die Hölle zu kommen. Aber mal ehrlich: Was ist schon die Hölle gegen das gute Gefühl, dem Nachbarn den Ferrari zu zerkratzen, den Kollegen beim Chef anzuschwärzen und dem/der Geliebten des Partner richtig eins aufs Maul zu hauen? Nichts!

Wolllust

Wahlloser, emotionsarmer Sex mit vielen wechselnden Partnern, bei dem die Wertschätzung des Anderen hinter dem Streben nach dem kurzen "Kick" völlig aufgegeben wird.
Anmerkung für Nichtkatholiken: Das Zölibat verbietet einem katholischen Priester NICHT das Sexualleben, sondern lediglich die EHE. Hierdurch soll sichergestellt sein, dass die Arbeit der Pfarrer nicht durch private Probleme belastet wird. Nebenbei tritt dabei der Effekt ein, dass das angesparte Vermögen von Priestern nicht durch Ehe und Kinder aus der Kirchengemeinschaft nach außen vererbt wird.

Völlerei (Maßlosigkeit)

Damit ist ein verschwenderischer und ausschweifender Lebenstil gemeint. Besondere häufig von Millionenerben gelebt (z.B Paris Hilton). Natürlich kommt man auch dafür in die Hölle, aber was nützt einem Geld was man nicht ausgeben darf? Garnichts. Also zum Fenster raus damit, sonst freuen sich nur ihre Erben - und das wollen sie doch nicht, oder?

Trägheit

Die katholische Kirche sieht auch das als Sünde an. Logisch, denn wenn keiner arbeitet, können sie ja keine Kirchensteuer einnehmen. Von dieser Sünde sind übrigens sehr häufig Politiker befallen.

Man ordnet die sieben Todsünden bestimmten Dämonen zu, und zwar folgendermaßen:

  • Luzifer - Stolz,
    Mammon - Geiz,

    Leviathan - Neid,

    Satan - Zorn,

    Asmodeus - Wollust,

    Beelzebub - Völlerei,

    Belphegor - Faulheit.

Mittwoch, 2. März 2016

Jtopia

Kuchisake-onna

Kuchisake-onna oder Kuchisake Onna (japanisch 口裂け女; zu deutsch wörtl. „Frau mit zerrissenem Mund“, im Volksmund „Breitmaul-Frau“ genannt) ist ein fiktives Wesen der japanischen Mythologie und wird der Gruppe der Yōkai zugeordnet.

Die Kuchisake-onna wird als wunderschöne Frau mit langem, schwarzen Haar beschrieben, die ihr schrecklich entstelltes Gesicht hinter einer Mundschutz-Maske, die in Japan üblich für Erkältete sind, verbirgt: Ihr Mund ist von einem Ohr zum anderen durch Messerschnitte grotesk verbreitert.
Die Kuchisake-onna streift als weinende Frau umher, die jeden, den sie trifft (bevorzugt lauert sie Kindern auf), stets dieselbe Frage stellt: „Findest Du mich schön?“ (わたし、きれい?; Watashi kirei?) Antwortet der Befragte mit „Ja“ (はい; Hai), zeigt sie ihr wahres, fürchterlich entstelltes Gesicht und fragt: „Auch jetzt noch?“ (これでも?; Kore demo?). Behält der Befragte die Nerven und antwortet erneut mit „Ja“, entstellt sie das Gesicht ihres Opfers mit einer Schere, damit es dem ihren gleicht. Antwortet der Befragte jedoch mit „Nein“ (なし; Nashi) oder versucht zu fliehen, wird er von ihr getötet. In anderen Varianten wird das Opfer, falls es eine Frau ist, selbst in Kuchisake-onna verwandelt. Wenn es ein Kind ist, schneidet es die Kuchisake-onna in zwei Hälften oder verschleppt es in ihr Versteck, um es dort zu Tode zu quälen.

Ursprung

Eine japanische Legende besagt, dass einst in der Heian-Zeit (794-1185) ein Samurai lebte, welcher eine wunderschöne Frau hatte.Sie war jedoch auch sehr eitel und er wusste nicht, ob sie ihm treu war. Er war ein sehr jähzorniger Mann und eines Nachts verlor er die Beherrschung. Mit seinem Schwert schlitzte er ihr den Mund von Ohr zu Ohr auf, damit niemand mehr sie schön finden möge.
Der Legende nach war sie von da an verflucht und in nebligen Nächten streift sie durch die Straßen, früher hatte sie ein Seidentuch vor ihrem Mund, heutzutage trägt sie oft eine in Japan nicht unübliche OP-Maske. Trifft sie auf eine Person bei ihren nächtlichen Spaziergängen, so bleibt sie stehen und fragt "Bin ich schön?"
Wenn die Person diese Frage bejaht, so reißt sie ihre Maske herab und fragt nun mit weit geöffneten, verstümmeltem Mund "Jetzt auch noch?" Falls man vor ihr flieht oder in Panik verfällt, so wird sie ihr Opfer unbarmherzig jagen, oft mit Messern oder einer Sense bewaffnet.
Männer tötet sie auf grauenvolle Art und Weise, Frauen dagegen macht sie zu einer neuen Kuchisake-onna, verflucht von nun an selbst Nacht für Nacht durch die Strassen zu wandern.

Dienstag, 1. März 2016

Jtopia

Toire no Hanako-san

 

Toire no Hanako-san (jap. トイレの花子さん, dt. „Hanako von der Toilette“) ist ein japanischer Geist  in einer Großstadtlegende.

Allgemein:

In Japan ist es nicht unüblich das eine Kabine in den Toiletten der Schule immer von diesem Geist heimgesucht wird. Meistens ist sie in der 3. Kabine der Toiletten im 3. Stock zu finden.
Meist sucht sie die Mädchentoiletten heim, doch dies ist von Schule zu Schule unterschiedlich. Über ihr Aussehen sind sich viele auch uneinig, die meisten Leute beschreiben sie als junges Mädchen mit kurzen schwarzen Haaren (Pagenschnitt) und einem roten Kleidchen.
Auch über ihr Verhalten gibt es je nach Region unterschiedliches zu berichten, in vielen Versionen erzählt man sich das Hanako-san ruhig ihr Dasein in ihrer Toilette fristet bis ein abenteuerlustiger Schüler es wagt sie zu provozieren.


 Präfektur Tochigi:
Die wohl die bekannteste Version, spielt in einer Schule auf der Mädchentoilette im dritten Stock hinter der dritten Tür. Herbeigerufen wird sie, indem man dreimal an ihre Tür klopft und „Hanako-san asobimasho“ (「花子さん遊びましょ」, dt. „Hanako, lass uns spielen gehen“) ruft, woraufhin Hanako mit einem langgezogenen „Hai“ (「はーい」, dt. „Jaa“) antwortend erscheint.

 Utsunomiya:
Man muss im dritten Stock eine Toilettentür öffnen, dreimal „Hanako-san“ rufen, das Klopapier abreissen und hinunterspülen, woraufhin eine Hand aus dem Klo erscheint.

 Präfektur Kanagawa:
Dort findet sich in den Grundschulen zusätzlich eine männliche Variante namens Yōsuke (andernorts auch als Tarō oder Shirō bekannt) auf der Jungentoilette. Nachdem man von Hanako oder Yōsuke angesprochen wurde, muss man innerhalb von drei Sekunden fliehen oder wird getötet. Wenn man dreimal um Yōsukes Toilette geht und „Hanako-san“ sagt, erscheint aus dieser Toilette eine blutige Hand.

 Präfektur Yamagata:
In dieser besitzt Hanako eine Echsenform und drei 3 m lange Köpfe. Wenn ein Mädchen sich auf der Toilette laut erleichtert, schnellt Hanako hervor und frisst sie auf.

Kurosawajiri:
Dort gibt es  eine Schule in der man sich erzählt das eine große weiße Hand aus der Wand der 3. Kabine kommt wenn man "sanbanme no Hanako-san" (Nummer 3 ist Hanako-san) sagt.

Rettung:
In den meisten Fällen ist Hanako-san harmlos und man kann einer Begegnung mit ihr entgehen indem man sich einfach von ihrem Versteck fern hält.  Sollte man trotzdem einmal in die Lage kommen, von Hanako.san bedroht zu werden, reicht es, ihr einen Test mit einer perfekten Punktzahl zu zeigen. Wenn man einigen Legenden glauben schenken darf, löst sie sich beim Anblick von guten Noten in Luft auf.
 

FunFact:
Gelegentlich wird sie auch als Vorlage für „Die Maulende Myrte“ in Joanne K. Rowlings Romanreihe Harry Potter vermutet

Montag, 8. Februar 2016

Jtopia

Teru teru bōzu ( (jap. 照る照る坊主, auch: てるてる坊主)

Teru teru bōzu (Scheine, scheine Mönch)  sind aus weißem Papier oder Stoff gemachte Puppen. Sie werden u.a. an der Dachtraufe aufgehängt. In Japan sagt man den kleinen Puppen die magische Fähigkeit nach, schönes Wetter für den kommenden Tag bewirken zu können. Ist das Gebet für schönes Wetter erhört worden, „belohnt“ man die Puppe, indem man sie mit Sake begießt.
Wird die Puppe mit dem Kopf nach unten aufgehängt, so bewirkt dies am kommenden Tag Regen. In diesem Fall spricht man von: Fure fure bōzu (ふれふれ坊主), Ame ame bōzu (あめあめ坊主) oder ähnlichen regionalen Varianten.


Das Lied der Teru-teru-bozu

Japanisch:
て る て る ぼ う ず, て る ぼ う ず 明日 天 気 に し て を く れ い つ か の 夢 の 空 の よ に 晴 れ た ら 金 の 鈴 あ げ よ て る て る ぼ う ず, て る ぼ う ず 明日 天 気 に し て を く れ 私 の 願 い を 聞 い た な ら 甘 い お 酒 を た ん と 飲ま し ょ て る て る ぼ う ず, て る ぼ う ず 明日 天 気 に し て を く れ そ れ で も 曇 っ て 泣 い て た ら そ な た の 首 を ち ょ ん と 切 る ぞ
Romanisierung: Teru-teru-Bozu, teru Bozu
Ashita tenki ni shite o-kure
Itsuka kein Yume no Sora no yo ni
Haretara kin keine suzu ageyo
Teru-teru-Bozu, teru Bozu
Ashita tenki ni shite o-kure
Watashi no negai wo kiita Nara
Amai o-sake wo tanto nomasho
Teru-teru-Bozu, teru Bozu
Ashita tenki ni shite o-kure
Sore de mo kumotte naitetara
Sonate Nr kubi wo chon zu kiru zo
Übersetzung:
Teru-teru-bozu, teru bozu
Machen morgen einen sonnigen Tag arbeiten
Wie der Himmel in einem Traum irgendwann
Wenn es sonnig ist Ihnen Ich gebe eine goldene Glocke Teru-teru-bozu, teru bozu
Machen morgen einen sonnigen Tag arbeiten
Wenn Sie mein Wunsch wahr werden
Wir trinken viel süßer Sake Teru-teru-bozu, teru bozu
Machen morgen einen sonnigen Tag arbeiten
aber wenn es bewölkt ist und ich finde, Sie weinen (dh es regnet)
Dann werde ich den Kopf abzuschneiden